Eine Tauchsafari im Roten Meer steht auf der Wunschliste vieler Taucher. Doch schon bei der ersten Planung stellt sich eine wichtige Frage: Nordroute oder Südroute?
Beide Regionen bieten spektakuläre Tauchplätze, unterscheiden sich jedoch deutlich in Bezug auf Unterwasserlandschaft, Strömung, Meeresbewohner und Schwierigkeitsgrad. Welche Route die richtige für dich ist, hängt vor allem von deiner Erfahrung und deinen persönlichen Erwartungen ab.
In diesem Beitrag vergleichen wir die beiden beliebtesten Tauchsafariregionen im Roten Meer.
Die Nordroute gehört zu den beliebtesten Tauchsafarirouten Ägyptens und eignet sich hervorragend für Taucher, die eine abwechslungsreiche Mischung aus Korallenriffen und historischen Wracks erleben möchten.
Zu den bekanntesten Tauchplätzen gehören:
SS Thistlegorm
Abu Nuhas
Ras Mohammed Nationalpark
Straße von Tiran
Die Nordroute bietet:
Weltberühmte Wracks
Farbenfrohe Korallenriffe
Große Fischschwärme
Meist moderate Strömungen
Kurze Überfahrten zwischen den Tauchplätzen
Besonders Wrackliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Die SS Thistlegorm gilt als eines der beeindruckendsten Wracks weltweit und ist für viele Taucher das Highlight ihrer Safari.
Die Nordroute ist ideal für:
Taucher mit erster Tauchsafarierfahrung
Wrackinteressierte
Unterwasserfotografen
Taucher mit mittlerer Erfahrung
Gruppen mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen
Da viele Tauchplätze gut geschützt liegen, sind die Bedingungen häufig etwas entspannter als auf den Offshore-Routen im Süden.
Die Südroute führt zu den abgelegenen Riffen im Süden Ägyptens. Hier erwarten dich einige der spektakulärsten Korallenriffe des Roten Meeres sowie deutlich höhere Chancen auf Begegnungen mit pelagischen Fischen.
Je nach Route werden unter anderem angefahren:
Brothers Islands
Daedalus Reef
Elphinstone Reef
St. John's
Fury Shoals
Die Südroute steht für:
Beeindruckende Steilwände
Gesunde, nahezu unberührte Korallenriffe
Haibegegnungen (je nach Saison)
Weniger besuchte Tauchplätze
Anspruchsvollere Strömungstauchgänge
Viele dieser Riffe liegen weit entfernt vom Festland und sind ausschließlich im Rahmen einer Tauchsafari erreichbar.
Die Südroute empfiehlt sich besonders für:
Erfahrene Taucher
Liebhaber von Großfischen
Taucher mit Erfahrung im Strömungstauchen
Wiederholungsgäste im Roten Meer
Fotografen, die unberührte Riffe suchen
Wer von Hammerhaien, Oceanic Whitetips oder riesigen Fischschwärmen träumt, findet im Süden ideale Voraussetzungen – natürlich immer abhängig von Saison und Wetterbedingungen.
| Nordroute | Südroute |
|---|---|
| Berühmte Wracks | Spektakuläre Offshore-Riffe |
| Ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene | Eher für erfahrene Taucher |
| Moderate Strömungen | Häufig stärkere Strömungen |
| Kürzere Überfahrten | Längere Fahrten zwischen den Riffen |
| Viele geschützte Tauchplätze | Offenes Meer und anspruchsvollere Bedingungen |
| Perfekt für Wrackfans | Perfekt für Haifans und Großfischbegegnungen |
Wer möglichst intakte Korallenriffe erleben möchte, wird im Süden oft noch beeindruckendere Unterwasserlandschaften finden. Vor allem St. John's und Fury Shoals begeistern mit riesigen Hartkorallenfeldern, farbenfrohen Weichkorallen und einer außergewöhnlich hohen Artenvielfalt.
Die Nordroute bietet ebenfalls wunderschöne Riffe – insbesondere rund um Ras Mohammed und die Straße von Tiran –, doch hier stehen häufig die Kombination aus Riffen und Wracks im Mittelpunkt.
Für viele Taucher ist die Nordroute die ideale Wahl für den ersten Liveaboard-Urlaub.
Die Bedingungen sind meist etwas einfacher, die Anfahrten kürzer und die Vielfalt aus Wracks und Korallen sorgt für abwechslungsreiche Tauchgänge. Gleichzeitig erhältst du einen hervorragenden Eindruck davon, was eine Tauchsafari im Roten Meer so besonders macht.
Wer bereits mehrere Tauchsafaris absolviert hat und eine neue Herausforderung sucht, wird im Süden mit spektakulären Steilwänden, abgelegenen Riffen und unvergesslichen Großfischbegegnungen belohnt.
Eine pauschal bessere Route gibt es nicht – beide Regionen haben ihren ganz eigenen Reiz.
Die Nordroute überzeugt mit weltberühmten Wracks, entspannten Bedingungen und abwechslungsreichen Riffen. Sie ist die perfekte Wahl für Einsteiger, Wrackfans und alle, die ihre erste Tauchsafari planen.
Die Südroute bietet dagegen spektakuläre Offshore-Riffe, beeindruckende Korallenlandschaften und die Chance auf Begegnungen mit Haien und anderen pelagischen Arten. Sie richtet sich vor allem an erfahrene Taucher, die das Abenteuer suchen.
Egal, für welche Route du dich entscheidest – eine Tauchsafari im Roten Meer wird dich mit faszinierenden Unterwasserwelten und unvergesslichen Erlebnissen begeistern.