Norden (inkl. Rosalie Moller) - Brother Islands - Salem Express

Norden (inkl. Rosalie Moller) - Brother Islands - Salem Express

Höhepunkte der Route

  • Die Tour beginnt in Hurghada und führt Sie zunächst zu den berühmten Wracks im Norden des Roten Meeres. Anschließend geht es weiter zu den Brother Islands mit ihren Steilwänden und kapitalen Fischen.
  • Fans alter Schiffswracks kommen auf dieser Tauchsafari voll auf ihre Kosten. Bei Big Brother finden Sie die Numidia und die Aida. An beiden „Brüdern“ können Sie alle großen Fische des Roten Meeres beobachten – Hammerhaie, Fuchshaie, Graue Haie, Weißspitzen-Hochseehaie und vieles mehr. Neben den Wracks von Abu Nuhas (Carnatic, Crisoula K, Ghiannis D.) steht natürlich auch die Thistlegorm auf dem Programm.
  • Tauchen an der Rosalie Moller: Dieses prächtige Schiffswrack ist nahezu intakt. Es liegt aufrecht auf dem Meeresgrund in einer maximalen Tiefe von 45–50 m. Fast alles ist noch vorhanden, einschließlich beider Masten bis hin zu den Querbalken. Die Decks befinden sich in 39 m Tiefe.
  • In der Nacht des 14. Dezember 1991 lief die Salem Express auf dem Weg zum ägyptischen Hafen Safaga während eines Sturms auf das Shaab-Scheer-Riff auf und erlitt ein Leck. Das Schiff hatte große, offene Decks und sank innerhalb weniger Minuten. Die Passagiere, zumeist Pilger auf der Rückreise von ihrer Hadsch nach Mekka, wurden vom Schlaf überrascht. Warum der Kapitän von der sicheren Schifffahrtsroute abwich, ist bis heute unklar.
  • Die Salem Express liegt nun etwa 1,5 Bootsstunden südöstlich von Safaga in einer Tiefe zwischen 11 und 32 Metern an Steuerbord. Das Wrack kann von außen betaucht werden. Da nicht alle Leichen aus dem Schiffsinneren geborgen werden konnten, wurde die Salem Express offiziell zum Friedhof erklärt. Inzwischen ist das Heck zum Tauchen geöffnet, die Kabinen dürfen jedoch weiterhin nicht betreten werden.
  • SS Thistlegorm

    Das englische Schiff war auf dem Weg nach Ägypten, um das britische Afrikakorps mit Nachschub zu versorgen, als es am 6. Oktober 1941 von einem deutschen Bomber angegriffen wurde und sank. Das Wrack liegt aufrecht auf dem Meeresgrund in 30 Metern Tiefe. Die Ladung ist besonders interessant: Panzer, Lastwagen, Waffen, Motorräder, Eisenbahnwaggons und eine Lokomotive.Die Thistlegorm ist ein Muss für jeden Taucher im Roten Meer. Sie ist ein Paradies für Wracktaucher, ganz abgesehen von ihrer spektakulären Ladung. Doch sie bietet auch eine Vielzahl von Fischen. Schwärme von Barrakudas oder große Thunfische und Schnapper sind hier keine Seltenheit. Als künstliches Riff zieht sie zudem unzählige Korallenfische an.

  • Brother Islands

    Die Brother Islands gehören zweifelsohne zu den weltbesten Tauchplätzen. Steil aus großer Tiefe emporragend, liegen zwei kleine Inseln, der große und der kleine Bruder, einsam im Roten Meer auf offener See, etwa 60 km von der Küste entfernt. Der Little Brother weist eine überraschende Fülle von Lebewesen auf. Steilwände der Superlative erwarten den Taucher. Im Norden zieht sich ein schmales und langes Plateau von 7 m bis auf über 42 m in die Tiefe. Dort zu tauchen ist immer wieder ein kleines Abenteuer. Hammerhaie haben oftmals ihr Stelldichein, aber auch eine Putzerstation für graue Riffhaie befindet sich dort, grosse Barracudas stehen in der Strömung bereit zu jagen, grosse Napoleons stellen sich dem Taucher zur Schau, Seidenhaie, aber auch Fuchshaie kommen manchmal vorbei. Entlang der Ost- und Westseite üppig mit riesigen Gorgonien, Weich- & Hartkorallen bis in den zerklüfteten Flachbereich bewachsene Steilwände beheimaten unzählige Lebewesen. Hier ist alles möglich! Besonders im Süden sind oftmals Schildkröten zu beobachten, in der Strömung "fliegt" fast unbemerkt ein Manta vorüber, jagende Tümmler, Thunfische und Makrelen, all das ist möglich. Etwa einen Kilometer nördlich vom Little Brother liegt der Big Brother. In der Mitte der Insel, befindet sich der 1883 erbaute Leuchtturm. Das Highlight für jeden Taucher ist dort sicherlich ein Tauchgang an dem Wrack der Numidia. Der britische Stahl- & Schraubendampfer war auf dem Weg von Glasgow nach Bombay & Kalkutta, als er in der Nacht des 20. Juli 1901 mit voller Fahrt auf die nördliche Spitze des Riffes auflief. Einige Wochen später sackte die Numidia ab und liegt nun hochkant zwischen 12 m und 80 m Tiefe am Riff. Herrlich bewachsen mit Korallen in allen Farben – ein fantastischer Anblick! Rundherum tummeln sich in der Strömung viele Schwarmfische, aber auch Hammerhaie und andere Haiarten sind hier keine Seltenheit. Westlich der Nordspitze befindet sich noch ein zweites Wrack, die AIDA. Das 75 m lange Dampfschiff ist 1957 hier gesunken, als es bei Sturm anlegen wollte. Der Rumpf war so stark beschädigt, dass es drei Tage später nördlich des Anlegers abrutschte und nun in 30 m bis 65 m Tiefe liegt. Ein sehr mystischer Tauchgang, bei dem man die mit wundervollen Weichkorallen überzogenen Reste der Reling, die Davits und Metallteile bewundern kann. Der Süden von Big Brother lockt mit einem stark bevölkertem und schön bewachsenen Plateau, das sich von 35 m bis etwa 42 m Tiefe erstreckt. Fuchshaie ziehen ihre Kreise und viel Schwarmfisch tummelt sich dort. Die Brother Islands sind aufgrund der teilweise starken Strömung und evtl. hohen Wellengangs nicht einfach zu betauchen und deshalb nur für erfahrene Taucher geeignet.

  • Rosalie Moller

    Die Rosalie Moller lief 1910 unter dem Namen "Francis" vom Stapel. 1931 wurde sie verkauft, erhielt vom neuen Reeder den Namen "Rosalie Moller" und wurde bis Kriegsbeginn vorrangig als Stückgutfrachtschiff zwischen Shanghai und Tsingtao eingesetzt, um dann als Kohlefrachter zwischen Liverpool und allen britischen Kriegshäfen von Portsmouth bis Gibraltar zu pendeln. 1941 erhält sie den Verlegungsbefehl für das Rote Meer. Wie auch bei der Thistlegorm wird die kürzere Fahrt durch das von der deutschen und italienischen Luftwaffe beherrschten Mittelmeer verworfen und der 12.000 sm lange Weg rund um Afrika angetreten. Sie erreicht Anfang Oktober 1941 die Straße von Gubal und ankert unweit der Thistlegorm. Zwei Tage nach der Versenkung der Thistlegorm erfolgte am 08. Oktober 1941 ein weiterer Luftangriff der Luftwaffe auf die vor Anker liegenden Schiffe, während dessen die Rosalie Moller durch einen Bombentreffer um 00:45 zu sinken begann, um eine Stunde später von der Meeresoberfläche zu verschwinden. Das Wrack liegt in 50 m Tiefe aufrecht nahezu genau Richtung Norden ausgerichtet, das Oberdeck beginnt in ca. 30 m Tiefe. Aufgrund der Tiefe, der meist vorhandenen Strömung und der schwierigen Ansteuerung wird die Rosalie Moller selten angefahren und ist nur etwas für erfahrene Taucher! Wenn Sie möchten, können Sie entweder mit einer normalen Einzelflasche oder mit technischer Tauchausrüstung für eine längere Grundzeit tauchen. Die Rosalie Moeller ist das Schwesterschiff des weltberühmten und vielleicht besten Wracktauchgangs der Welt, des Thistlegorm- Schiffswracks. Die Hart- und Weichkorallen bedecken den Rumpf und bieten großartige Möglichkeiten für Unterwasserfotos. Darüber hinaus lockt dieses künstliche Riff eine interessante Vielfalt an Meereslebewesen an: Barrakudas, Thunfische, Makrelen suchen nach ihrer nächsten Mahlzeit. Manchmal können auch Riffhaie gesichtet werden. Im Inneren der Rosalie Moeller wimmelt es von Glasfischen, Rotfeuerfischen und Zackenbarschen.

  • Salem Express

    In der Nacht des 14. Dezember 1991 lief die Salem Express auf dem Weg in die ägyptische Hafenstadt Safaga während eines Unwetters auf das Riff Shaab Sheer und schlug Leck. Das Schiff verfügte über große offene Decks und sank in wenigen Minuten. Die Passagiere, größtenteils Pilger auf der Rückreise von ihrem Haddsch nach Mekka, wurden im Schlaf überrascht. Ungeklärt ist bis heute, warum der Kapitän von der sicheren Schifffahrtsroute abwich. Die Salem Express liegt heute etwa 1,5 Bootsstunden südöstlich von Safaga entfernt in einer Tiefe zwischen 11 m und 32 m auf der Steuerbordseite Das Wrack kann von außen betaucht werden. Da nicht alle Leichen aus dem Schiffsinneren geborgen werden konnten, wurde die Salem Express offiziell zum Grab erklärt. Mittlerweile ist die Ladeklappe zum Hineintauchen geöffnet worden, aber die Kabinen dürfen weiterhin nicht betreten werden. <br/>

  • Abu Nuhas / Carnatic

    Die „Carnatic“ lief auf ihrer Reise von Liverpool nach Bombay mit 27 Besatzungsmitgliedern, 203 Passagieren und einer Ladung Baumwolle, Kupferplatten und 40.000 Pfund Sterling in Gold in der Nacht des 13. September 1869 auf das Riff Shab Abu Nuhas auf. Das Schiff blieb zunächst auf dem Riff sitzen, zerbrach jedoch und sank am 15. September trotz mehrerer Rettungsversuche. Übermäßiges Vertrauen in die Stabilität des Schiffes hatte verheerende Folgen. Da die „Carnatic“ nicht freigegeben war und sich Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord befanden, riss sie 27 Menschen mit in die Tiefe. Die Überlebenden retteten sich zunächst selbst auf der Insel Shadwan und wurden später von der „Sumatra“ aufgenommen. Im Oktober 1869 barg ein Helmtaucher den Großteil der Goldladung sowie 700 Kupferplatten. Mehrere Leichen wurden ebenfalls entdeckt – ein Opfer steckte noch in einem Bullauge fest, durch das es vergeblich versucht hatte zu entkommen. 8.000 Pfund Sterling könnten sich noch immer im Wrack befinden. Bisher hat sie niemand gefunden – vielleicht wurden sie heimlich geborgen oder sind unter Korallen verschwunden. Das Wrack wurde 1984 wiederentdeckt und ist seither ein beliebtes Ziel für Tauchboote aus Hurghada. Souvenirjäger haben es seither gründlich geplündert. Die Carnatic liegt in 20 bis 27 Metern Tiefe am Fuße des Riffs auf der Seite. In der Mitte ist das Schiff stark beschädigt, Bug und Heck sind gut erhalten. Die Holzdecks sind verrottet, sodass man das Innere gefahrlos betreten kann. Der Rumpf ist dicht mit Stein- und Lederkorallen bewachsen.

  • Abu Nuhas / Chrisoula

    Nach mehreren Vorbesitzern ging sie schließlich in den Besitz der Reederei Clarion Marine über und erhielt den Namen Chrisoula K. Unter diesem Namen unternahm sie auch ihre letzte Reise, die sie am 30. August 1981 mit einer Ladung billiger italienischer Bodenfliesen zum Abu-Nuhas-Riff im Roten Meer führte. Aufgrund eines Navigationsfehlers des Kapitäns lief das Schiff in der Nacht zum 30. August auf das Riff auf und sank. Heute liegt das Wrack in einer Tiefe zwischen 5 und maximal 25 Metern in optimaler Position für Taucher. Das Schiff liegt leicht schräg, der Mittelteil ist durch den Aufprall stark beschädigt.

  • Abu Nuhas / Ghiannis

    Lange Zeit blieb der vordere Teil des Schiffes, der auf das Riff aufgelaufen war, still liegen und markierte die Unglücksstelle. Dann sank auch er und legte sich auf die Backbordseite. Der hintere Teil des Wracks liegt leicht geneigt auf der Backbordseite. Über dem vorderen Teil des Achterdecks ragt der Schornstein mit dem großen „D“ empor. Das „D“ steht für den Namen der Reederei: Danae. Vor dem Schornstein befindet sich das Brückendeck, dahinter weitere Räume, eine riesige Winde, die Poller, das intakte Geländer und sogar der Rahmen, der einst eine große Markise trug, wurde beim Untergang nicht beschädigt. Am Fuß des Schornsteins befinden sich schmale Bullaugen, die in den Maschinenraum führen. Die Maschinen bieten mit ihren langen Reihen von Nockenarmen, Ventilen und Rohren einen beeindruckenden Anblick. Der mittlere Teil des Schiffes gleicht einem Schrottplatz: Eisenträger sind verbogen und zerrissen, und die Bordwände liegen zusammengebrochen auf dem Meeresgrund. Dieser Bereich des Wracks wimmelt von Krokodilfischen, Skorpionfischen und Papageifischen. Auch einige Zackenbarsche haben sich hier angesiedelt.

  • Ras Mohammed with Jolanda & Shark Reef

    Das Kap verdankt seinen Namen seinem felsigen Gipfel im Osten, dessen Konturen an das Profil eines Mannes mit Bart – den in Stein gemeißelten Kopf Mohammeds – erinnern. Ras Mohamed ist einer der berühmtesten Tauchplätze der Welt und liegt an der Spitze des Sinai. Zwei kleine Riffe sind durch eine steil abfallende Wand miteinander verbunden.<br/>Unweit des Shark Reefs, etwas weiter nördlich, befindet sich Anemone City, ein weitläufiges, flaches Riffgebiet mit zahlreichen Seeanemonen und ihren roten Seeanemonenfischen sowie Dreifleck-Riffbarschen. Vom Shark Reef aus kann man sich mit der Strömung entlang einer steilen Wand treiben lassen, die mehrere hundert Meter zum Jolanda Reef abfällt. Die Wand ist vollständig mit farbenprächtigen Korallen bewachsen. Auf dem Weg zum Jolanda Reef erreicht man ein Plateau mit kleinen Felsbrocken und Koralleninseln. Am Riff angekommen, sieht man die verstreuten Überreste des Wracks der Yolanda, einst Container-Sanitäranlagen für die Bauindustrie, die heute vollständig vom Korallenriff zurückerobert wurden.

  • Numidia

    Das Rote Meer ist bei den Brothers-Inseln 180 km breit, dennoch lief die Besatzung auf diese kleine Insel auf. Kurz nach zwei Uhr morgens wurde Kapitän Craig unsanft durch den heftigen Aufprall des Schiffes auf das Riff am Nordende der „Big Brother“ geweckt. Der Wachoffizier Merwood war vermutlich gleichzeitig mit seinem Chef eingeschlafen. Der daraus resultierende Kurs führte das Schiff in wahrhaft schlafwandlerischer Sicherheit mitten ins Riff. Das Schiff saß somit auf dem schmalen Saumriff fest, und alle Befreiungsversuche scheiterten. In den folgenden Tagen wurden Versuche unternommen, die „Numidia“ mithilfe anderer Schiffe freizuschleppen, jedoch vergeblich. Kapitän Craig blieb die undankbare Aufgabe, mehrere Wochen auf der verlassenen Insel auszuharren und die Bergung der Ladung zu überwachen. Wahrscheinlich in den Winterstürmen von 1901/02 wurde das Schiff dann vom Riff losgerissen und sank endgültig.

  • Aida

    Der Tauchgang an der AIDA ist ein außergewöhnliches Erlebnis, egal wie erfahren man ist. Man fragt sich unwillkürlich, wie ein Schiff so sinken und wie angedockt am abfallenden Riffrand stehen kann. Da sich keine Ladung mehr an Bord befindet, liegt die Vermutung nahe, dass diese durch das Wrack gerutscht und nun in tieferen Bereichen am Meeresgrund liegt. Ebenso steht die AIDA kerzengerade am abfallenden Riffrand, ihr höchster Punkt liegt in 25 Metern Tiefe, die Schraube in 57 Metern. Abgesehen von der Kollision mit dem Riff ist das Schiff noch vollständig intakt. Es liegt dort seit über 40 Jahren und ist zunehmend mit dem Riff verschmolzen, überwuchert von Korallen.

Golden Dolphin Safari World

English Deutsch 中文(简体)
up